
Gedenktafel Wotanstraße 7
Geboren am 10. Juni 1906 in BerlinLichtenberg, von Beruf Holzarbeiter war Erich Rohde im Furnierwerk "Nadge" in Lichtenberg beschäftigt. Seit 1929 Mitglied der KPD, gehörte er auch dem Arbeitersportverein (ASV) "Fichte" als begeisterter Leichtathlet an. Er war im RFB organisiert und setzte seine politische Arbeit auch nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten fort. Als Mitglied einer illegalen KPD-Zelle in der Lichtenberger Gürtelstraße, verbreitete er am 10. November 1933 zusammen mit anderen Nazigegnern Flugblätter, klebte Plakate und malte Losungen gegen die "Reichstagswahl" und die von Hitler angeordnete "Volksabstimmung" über den am 20.Oktober 1933 erfolgten Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund. Erich Rohde wurde von SA-Leuten festgenommen und in das berüchtigte Sturmlokal in der Pfarrstraße (heute Schulze-Boysen-Straße) verschleppt und dort so schwer misshandelt, dass er seinen Verletzungen erlag. Seine Leiche wurde verscharrt und am 15. November 1933 im Gebüsch am Wiesenweg gefunden.